Hier wird können Sie eine Ausstellung zur Thematik ‚Lehrstellenmangel und Ausbildung’ betrachten. Die JUSO Limmattal hat im April 2003 Fotographien zu diesem Thema geschossen und hier in dieser Ausstellung zusammengetragen. Ziel ist es, auf die heutige Problematik des akuten Lehrstellenmangels und der arbeitslosen Jugendlichen aufmerksam zu machen.

 

Darin hinein spielt die Lehrstelleninitiative (lipa), über die am 18. Mai 2003 abgestummen werden darf und die von der JUSO mitlanciert wurde.

 

Die Bilder sind Unikate. Sämtliche Bilder, die Sie hier sehen, wurden an der 1. Maifeier in Schlieren verkauft.

 


Lehrstellenmangel und Ausbildung


Wirtschaft:

Rezession wirkt sich auf Arbeitsplätze aus. Lehrstellen sind davon besonders betroffen. Viele Jugendlich werden deshalb arbeitslos oder arbeiten unausgebildet zu schlechten Löhnen. Erholt sich die Wirtschaft wieder, fehlen gut ausgebildete Arbeitskräfte.


Jugendanwaltschaft:

Seit Jahren steigt die Zahl krimineller Taten von Jugendlichen an. Es gibt viele Faktoren, die diese Entwicklung beeinflussen. Zwei davon sind unbestritten fehlende Alltagsstrukturen bei Arbeitslosigkeit und fehlende Zukunftsperspektiven bei einer schlechten Ausbildung.


Universität:

Die Hörsääle platzen aus allen Nähten. Eine Aufwertung der Berufsbildung und die Schaffung neuer Lehrstellen soll jungen Menschen eine echte Alternative zur Hochschulausbildung und der Matura bieten.


Stau:

Der normale Ausbildungsweg ist verstopft. Es reicht nicht, wenn man den Stau nur beachtet. Es sind dringend Massnahmen notwendig, die das Problem an den Wurzeln anpacken und Bewegung in die Berufsbildung bringen.


Der Fluss des Lebens:

Unsere Umwelt verändert sich und mit Ihnen die Berufe, die wir ausüben. Dieser Entwicklung hinken Lehrstellen oft hinterher. Dann fehlen den Unternehmen für neue Berufe ausgebildete Arbeitskräfte und müssen aus dem Ausland geholt werden.


Bewerbungen:

50 Bewerbungen und noch mehr für eine Lehrstelle zu schreiben, ist heute keine Seltenheit. Dies bedeutet mindestens 49 Absagen und ob man dann den gewünschten Beruf ausüben kann, ist nicht sicher. Dieser Einstieg ins Berufsleben ist sehr frustrierend und prägend!


Der Zug ist abgefahren:

Wer nach der Schule keine Berufsausbildung erlangen kann, wird diese in späteren Jahren nur sehr mühsam nachholen können. Viele arbeiten zu schlechten Löhnen und bleiben unqualifizierte Arbeitskräfte.


Stopp!

Von 1985 bis 1995 haben sich die Unternehmen mit Lehrlingen von 33 % auf 21 % verringert. Immer mehr Betriebe drücken sich vor der Verantwortung zukünftige ArbeitnehmerInnen auszubilden und suchen dann verzweifelt Fachkräfte.


Fortuna Gasse:

Es ist wichtig, dass jeder Jugendliche eine qualitativ hochwertige (Berufs-)Ausbildung absolvieren kann. Nur durch schnelles Handeln, können wir der Jugend schon heute gute Perspektiven ermöglichen und das Vertrauen in die Zukunft zurückbringen.


Politik:

Der Lehrstellenmangel war bereits 1996 dramatisch. Der Bundesrat, das Parlament und das zuständig Bundesamt beschränken sich aber bis heute auf die Thematik Arbeitslosigkeit. Der Ursachenbekämpfung wird beinahe keine Beachtung geschenkt.


Jugendliche kämpfen für ihre Rechte:

Nach jahrelangem Hin und Her besteht immer noch keine befriedigende Lösung für zeitgemässe Ausbildungsplätze. Die Lehrstelleninitiative soll in wichtigen Bereichen die heutige Situation ergänzen. Es ist die erste Initiative, die von Jugendlichen selber lanciert wurde.


lipa:

Die Lehrstelleninitiative hat zum Ziel, Lehrstellen zu schaffen. Und zwar indem sie Betriebe unterstütz, die Lehrlinge ausbilden und Betriebe ohne Lehrlinge finanziell belastet. Dieser Mechanismus soll Betriebe motivieren, mehr Lehrlinge auszubilden.